Der Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion. Das Neue hat Freunde; Bastler und Kunsthandwerker, Hacker und
Hobbyforscher, Labelmacher und Sozial-Entrepreneure - sie alle sind
Agenten einer klandestinen Massenbewegung. Die Revolution des
Selbermachens baut auf neue Formen der Kooperation und bedient neue
Nischen, die in der Summe mächtiger werden als der Massenmarkt. Sie
kommt auf leisen Sohlen daher, aber sie verändert alles: Arbeit,
Produktion, Konsum und Marketing. Denn die Marke Eigenbau ist im
Begriff, zur wertvollsten Marke des 21. Jahrhunderts zu werden.
Die Revolution des Selbermachens hat ihre Vorboten längst geschickt:
Manufakturen erleben eine Renaissance, aus E-Commerce wird Social
Commerce, Open-Source-Netzwerke knüpfen neue Wertschöpfungsketten. An
der Schwelle zur volldigitalisierten Gesellschaft kehrt die
qualifizierte Handarbeit auf einer neuen Stufe zurück. Gute Produkte zu
fairen Preisen von kleinen Anbietern eröffnen neue Märkte und krempeln
bestehende um. Denn die Massenproduktion trifft immer weniger den
Geschmack und die Bedürfnisse souveräner Kunden, die sich längst nicht
mehr in der Rolle des Endverbrauchers sehen.
Das Buch belegt mit vielen internationalen und nationalen
Beispielen, wie Weltwirtschaft Marke Eigenbau schon heute funktioniert.
Es erklärt, warum Masse künftig die Summe der Nischen sein wird. Es
beschreibt, wie die Grenzen zwischen Produzenten und Käufern fließend
werden, warum „Prosumenten“ immer mehr Einfluss auf Produktgestaltung
nehmen - oder sich entscheiden, gleich selbst Produkte herzustellen,
die der Massenmarkt trotz vordergründiger Vielfalt nicht offeriert.
Dank Internet lässt sich heute eine gute Idee im Kollektiv zur
Marktreife bringen und ein lokales Produkt global vertreiben. Die Welt
der Waren und Dienstleistungen ist flach, und das nicht nur für
aufstrebende indische Unternehmen, sondern auch für globalisierte
Individuen mit Gründergeist in Vancouver, Amsterdam oder Reutlingen.
Immer mehr Menschen erkennen: Die Weltwirtschaft ist zu wichtig, um sie
globalen Konzernen zu überlassen.