Lifestyle of Health and Sustainability (LOHAS). Eine
neue Form politischer Partizipation. Gehen Sie regelmäßig zur Wahl?
Oder haben auch Sie sich schon einmal gefragt, ob man nicht mit anderen
Formen politischer Partizipation dem Klimawandel, der
Umweltverschmutzung und sozialen Missständen wie der Ausbeutung von
Arbeitskräften viel besser „den Kampf ansagen“ kann?
Sie haben noch
nie von diesem Trend gehört? Das ist kein Wunder! Nicht umsonst
beschreibt Paul Ray, der „Entdecker“ dieser neuen Subkultur, die LOHAS
folgendermaßen: „The Cultural Creatives are a coherent subculture –
except for one thing: they are missing self-awareness as a whole
people: […] they are like a nation that emerged overnight” . Und die
amerikanische Autorin Patricia Aburdene stellt in ihrem Buch
„Megatrends 2010“ die LOHAS-Ökonomie als “the biggest market you never
heard of” vor.
Wer also sind diese LOHAS? Dies möchte ich Ihnen in
dieser Arbeit vorstellen und weiter auf meine Forschungsfrage eingehen,
die da lautet:
„Was kann der Lifestyle of Health and Sustainability in
seiner Eigenschaft als politische Konsumform zur politischen
Partizipation in Deutschland beitragen?“
Meine These dazu ist folgende:
Ich gehe davon aus, dass der Lifestyle of Health and Sustainability in
den nächsten Jahren als Trend und Subkultur immer mehr an Bedeutung
gewinnen wird. Dies, so vermute ich weiter, wird die Wirtschaft nach
und nach in ökologischer und sozialer Weise positiv verändern, so dass
mit Blick auf die LOHAS von einer wirkungsvollen Weise politischer
Partizipation gesprochen werden kann, die zu langfristigen
wirtschaftlichen und politischen Veränderungen führen wird.
Autor:
Stefanie AueFach:
Soziologie - Konsum und Werbung der Universität Siegen
LOHAS ist das Phänomen einer Bewusstseinsveränderung
um 180 Grad, denn es ist das Resultat der Einsicht, dass die Qualität
des menschlichen Lebens einen intakten Planeten bedingt und dass Natur,
Tiere und Menschen mitsamt ihren wirtschaftlichen, politischen und
wissenschaftlichen Tätigkeiten voneinander abhängen (Interdependenz).
Die wachsende LOHAS-Community tut dies seit zehn Jahren – beharrlich,
selbstbestimmt und unaufgeregt. Sie protestiert und boykottiert nicht,
sondern sucht sich achtsam und gut informiert jene Produkte und
Dienstleistungen aus, die ihren strengen Kriterien von Gesundheit wie
ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit entsprechen. Obschon meist gut
ausgebildet und verdienend, ist Geld kein primäres Kriterium. Was sie
dort mehr ausgibt wo es für sie zählt, spart sie an einem anderen Ort
wieder ein. Ohne genügsam zu sein, übt sie Suffizienz und kultiviert
das “weniger, aber besser”.
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