Empfehlen Sie ein Produkt
Senden Sie uns Ihren Tipp. Was passt in unseren Guide?
 

RSS Feed 2.0


Mobile Smartphone > Scan?
lohasguide_feed2mobile

Anmeldung User

Benutzername

Passwort

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren
Magazin
Vorsicht Bildschirm Drucken E-Mail
Artikelinhalt
Vorsicht Bildschirm
Seite 2

 

Teil 2

Im Gehirn gibt es gebrauchsabhängig entstandene Spuren vergleichbar mit einem Trampelpfad. (häufige Nutzung=Spur). Diese Spuren werden häufiger zur Übermittlung von Impulsen genutzt als normale Verbindungen, einfach weil sie da sind.

Die Spur wird mit jeder Benutzung einfacher zu „begehen“. Es werden außerdem nach einiger Zeit mehr Ebenen von diesen Spuren angelegt, also Spuren von Spuren.

Ein Erwachsenen-Gehirn besteht zu 60% aus Fett.

Bei einem Säugling ist das Gehirn nicht fertig entwickelt, es sind jedoch schon alle Zellen, Verbindungen und Fasern vorhanden. Wenn das Gehirn dann wächst, ist das auf die Fettummantelung der Fasern zurück zu führen, die sich bildet und die dafür sorgt, dass Informationen 35mal schneller übertragen werden.

Es dauert bis zum 20. Lebensjahr bis alle Spuren und Ebenen im Gehirn angelegt sind. Als letztes entwickelt sich der Teil, der für Bewertungen zuständig ist.

flyer_frontAlso:
Lernen heißt: Synapsen ändern sich.
Dadurch entstehen Spuren im Gehirn.
Erfahrungen, die wir machen, hinterlassen Spuren.

Kinder und Jugendliche schlafen also wie gesagt ca. 8 Stunden am Tag, und danach kommt gleich das Bildschirm-Medium als Erfahrungsquelle, danach kommt erst die Schule zeitlich gesehen und der Rest (Hobbies usw.).

Weil Kinder (Kindheit dauert gehirntechnisch gesehen bis zum 20. Lebensjahr) täglich 5-einhalb Stunden vor Bildschirm-Medien verbringen, kann es den Eltern nicht egal sein, was die Kinder konsumieren.

Babys nehmen die Welt sehr ganzheitlich wahr, wenn sie sie erforschen. Der Tastsinn informiert den Sehsinn über Objektgrenzen. Der Hörsinn informiert den Tastsinn usw. Säuglinge erleben die Welt mit allen Sinnen, nehmen Dinge in den Mund. Beim Bildschirm ist das Problem, dass nur ein 2-dimensionales Bild gezeigt wird und Geräusche kommen, der Säugling aber beides nicht miteinander verbinden kann, weil er nicht weiß, dass beide zusammen gehören. Tasten, riechen und schmecken fehlen vollständig. Bildschirm-Medien stellen also für Babys eine unglaublich verarmte Umgebung dar. Unabhängig vom Programm ist fernsehen schädlich für Babys. In Amerika schauen heutzutage 2jährige 2 Stunden am Tag fern.

Studien zeigen:
Mäuse und Ratten, die in Käfigen aufwachsen, wo es langweilig ist, entwickeln sich schlecht. Die Synapsen bilden sich nicht aus, die Tiere werden „dumm“. Kinder vor den Bildschirm zu setzen, heißt ihnen eine verarmte Realität anzubieten. Es entstehen unscharfe Spuren im Gehirn der Kinder. Später entstehen noch unschärfere Spuren von unscharfen Spuren, das heißt: Einmal falsch gemacht, richtet sich der Schaden im Gehirn nicht mehr von alleine, er wird schlimmer.

Nun zurück zu der Neuseeland-Studie (1000 Kindes-Entwicklungen angeschaut, beobachtet was ist aus ihnen geworden)
Intelligenzquotient und Schichtzugehörigkeit der Kinder wurden untersucht. Egal wie diese Untersuchungen ausfielen, sobald zuviel ferngesehen wurde im Kleinkindalter sank die Anzahl der Uni-Abschlüsse erheblich und die Anzahl der Leute ohne Schulabschluss stieg.

Weniger als 1 Stunde fernsehen mit 5 Jahren-> 45% Hochschulabgänger, weniger als 10% ohne Schulabschluss
Mehr als 3 Stunden ferngesehen mit 5 Jahren-> 8% Hochschulabgänger, über 25% kein Schulabschluss,
genetisch bedingte Aufmerksamkeitsstörungen plus Medien-Konsum = Risiko

auch in Deutschland gibt es Studien, die besagen, dass Bildschirm-Konsum im Vorschulalter zu Lesestörungen führt
eher schwach begabte Kinder leiden unter Fernsehen noch mehr als normal begabte
 
Bis zum Alter von 3 Jahren ist fernsehen prinzipiell schlecht, egal welches Programm läuft.

Das große Geld wird heute mit Medien verdient, deswegen finden sich überall Leute die sagen: Medien sind nicht schädlich. Medien sind wie Umweltverschmutzung, man verschmutzt nur nicht die Landschaften draußen, sondern die Spuren in den Köpfen der Kinder. Die Effekte, die sich gesellschaftlich gesehen daraus ergeben sind mindestens so groß wie die Effekte der Umweltverschmutzung. Und wer jetzt behauptet, daran könne man nichts ändern, sollte sich daran erinnern, dass in den 70ern viele das Gleiche über die Umweltverschmutzung gesagt haben. Wir haben nur einen Rohstoff: Die Köpfe der nächsten Generation, deswegen müssen wir sie sauber halten.

Nun zum Fernseh-Programm:
Dieses wurde laut Studien in den letzten Jahrzehnten immer schlechter.
Noch vor 20 Jahren waren 50% der deutschen Programme gewalthaltig, heute sind es über 80%.

Daraus folgt:
USA-Studie (in den USA gibt es schon lange mehr als 80% Gewalt im Fernsehen)
Bei über 700 Familien mit Kindern hat man über Jahre geschaut, wie viel sie fernsehen und Polizei-Akten eingesehen.
Es wurde ein dosisabhängiger Effekt festgestellt. Je mehr fern geschaut wird, desto mehr Gewalttätigkeit gibt es.
Wir sind bei Filmen voll emotional beteiligt, sonst wären es schlechte Filme, die wir nicht schauen würden. Das heißt: Menschen können Realität und Fiktion nicht einfach trennen. Es gibt also Effekte von fiktionaler Gewalt, die bei Jungs und Mädchen auftreten, bei den „lieben“ als auch bei den vorbelasteten.

2002 in England

Kinder von 4 bis 11 Jahren wurden getestet. Es wurden jedem Kind 10 Karten mit Tieren vorgelegt, die es benennen sollte. Es kam heraus, dass die 4jährigen nicht so viele Tiere kannten, aber die 11jährigen ziemlich viel wussten. Die Forscher haben den Kindern auch Pokemon-Karten gegeben.
8jährige wussten signifikant mehr Pokemon auswendig als Tiere. Über Artenvielfalt reden bringt hier also wenig. Kinder werden also zugemüllt und wir wundern uns, warum sie bei PISA so schlecht abschneiden. Schule bedeutet nur noch eine unangenehme Unterbrechung ihrer Freizeit, in der sie z.B. Pokemon-Namen lernen.

Die Medien (Titelbild des Focus wird gezeigt wo steht „Kinder müssen fernsehen“) behaupten Fernsehen sei unerlässlich für Kinder, weil diese sonst zu Außenseitern würden. Das Gegenteil ist der Fall: Fernsehen macht Kinder zu Außenseitern, weil sie weniger Kontakte mit anderen Kindern haben, weniger rausgehen.

Amerikanisches Buch: The case for television violence - auf deutsch: „Warum Gewalt im Fernsehen gut ist“, alles Nonsens.

 

Video
Bildschirm-Medienkonsum
Bildschirm-Medienkonsum
Copyright vEsti24


Zu den Computerspielen:
Wenn man aktiv das Spielen übt, ist es noch schädlicher als wenn man es nur passiv konsumiert. 10jährige verbringen heute 2 Stunden täglich mit Computerspielen. (gewalttätig, sexistisch, schädlich) Wer sich in Spielen toll bewegen kann, hat nichts für die reale Welt gelernt. ->Zukunftslosigkeit
Sind wir als Gesellschaft noch zu retten, dass man sagt, es gehört zur Meinungsfreiheit, dass man das darf? Es muss politisch was passieren, aber es kann auch jeder im Einzelnen etwas tun.

Studien:
Kinder in Ulm (noch heile Welt!) wurden in einem Projekt mit elektronischen Geräten „überwacht“ von Forschern, es wurde geschaut, was sie den ganzen Tag lang machen. Daten von Schülern:
2,4 Std Fernseh-Zeit im Durchschnitt (Vielseher 5 Std, Mittelseher 1,4 Std, Wenigseher 0,4 Std)

2,3 Std PC-Zeit im Durchnitt

also 4,7 Stunden Bildschirm-Nutzung am Tag

15jährige sitzen über die Hälfte der Zeit in der sie nicht schlafen. Bewegung macht nur 7% aus.
Gymnasiasten bewegen sich nur 3%, sitzen und liegen machen über 75% der wachen Zeit aus.



Wir alle müsen etwas dagegen tun, wenn nur noch ein paar Jahre zugeschaut wird, wird eine komplette Generation mit falschen Spuren im Kopf heran wachsen. Es ist jetzt schon offensichtlich, dass eine Gewaltzunahme an Schulen existiert.

WE ARE FUTURE ist eine Aktion zum Thema Medienmacht.

Entwickelt und erstellt durch Studenten der Academy of Visual Arts Frankfurt.
Viktoria Volkmann, Chong-Chin Hong, Elena Herzlich, Maria Rumjanzewa, Bea Janitschek, Levent Tunca, Christian F.

betreuende Dozentin Christine Fehrenbach www.come-closer.net

 

 



 
KurzmeldungenInternetkonferenz re:publica 2012

Die sechste re:publica steht im Mai 2012 als Social-Media-Konferenz im Zeichen der Zukunft unserer Gesellschaft und aller...
+ Mehr...

KurzmeldungenVolkswagen: Hybrid und e-Mobilität

2012 eröffnet Volkswagen mit gleich zwei Weltpremieren, bei denen sowohl innovatives Design als auch technologischer...
+ Mehr...

KurzmeldungenÖkobarometer 2012

Biolebensmittel finden besonders bei jüngeren Menschen immer größeren Zuspruch. So lautet eines der Ergebnisse...
+ Mehr...

Weitere Meldungen

Home | Impressum | Kontakt | Portalsuche | Login
 

Aktuelle Seite

Facebook

Folgen:

twitter facebook linkedinxing
follow-on-pinterest-button.png

ANZEIGE

Bio liebt Fair

LOHAS-Partner



Scandic Hotels
Umweltfreundliches Hotel
 
Basiseintrag kostenlos für Hersteller und Anbieter
 
spätere Aktualisierungen möglich - weitere Info für Anbieter . >
LOHAS Twitter

facebook_follow

LOHAS Aktuell

Art of Stupid

Nachhaltigkeitsampel