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Vom viel Haben zum gut Leben Drucken E-Mail

Side Story
Aus Liebe zur Natur. "Ohne Gentechnik"


Seit dem 1. Mai 2008 können Unternehmen ihre Produkte mit der Kennzeichnung "Ohne Gentechnik" versehen. Dabei geht es vor allem um tierische Lebensmittel wie beispielsweise Eier, Milch- und Fleischprodukte, bei denen man bisher nicht wusste, ob die Tiere gentechnikfrei gefüttert wurden oder eben nicht. Mit der „ohne Gentechnik“-Kennzeichnung wird ein Schritt in Richtung transparenter und nachhaltiger Einkauf getan. Auch Fernsehköchin Sarah Wiener unterstützt die Aktion des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland zur Kennzeichnung "Ohne Gentechnik": > BUND
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Nachhaltiges Konsumverhalten: Es gibt auffallende Widersprüche zwischen unserem Wissen, unseren Idealen und unserer Lebensweise. Wir wissen: die Weltwirtschaftsordnung ist nicht gerecht, solange sie die Kluft zwischen Reichen und Armen immer weiter aufreißt; unser Pro-Kopf-Verbrauch an Lebensmitteln, Energie und Rohstoffen lässt sich nicht auf alle Menschen weltweit übertragen und ist nur zu Lasten der Armutsländer möglich.

Wir können:
beim Einkauf von Lebensmitteln auf ökologische Erzeugung, artgerechte Tierhaltung und regionale Herkunft achten. Solche Qualität hat ihren Preis. Aber bei der Menge an Fleisch- und Wurstwaren sowie bei etlichen Genussmitteln können wir sparen.
  • beim Kauf von Kleidung mehr auf die ökologischen und sozialen Bedingungen ihrer Produktion achten als auf modische Trends. Niedrige Preise werden meist nur durch Hungerlöhne in Armutsländern oder gar Kinderarbeit ermöglicht.
  • unsere Macht als VerbraucherInnen nutzen und bei Einkäufen auf jene Siegel achten, die ökologische und soziale Qualität anzeigen, und umgekehrt solche Boykott-Kampagnen berücksichtigen, die besonders negative Hersteller oder Händler disqualifizieren.
  • bei allen Konsumgütern fragen,ob sie nötig sind, sowie auf ihre Energiebilanz achten, auf Langlebigkeit und Reparierbarkeit, die Wiederverwendbarkeit oder Verrottungs-fähigkeit der Materialien und auf möglichst geringe Verpackung. Brauchbare Kleidung und andere intakte Konsumgüter (z.B Möbel) wollen wir in Second-hand-Läden geben statt sie wegzuwerfen, und selbst bereit werden, dort einzukaufen.
  • bei der Raumheizung auf gute Dämmung, richtiges Lüften und angemessene Temperatur achten. Wasser wollen wir sparsam verwenden und Warmwasser möglichst durch Sonnen-Kollektoren erzeugen. Elektrischen Strom wollen wir im Verbrauch senken und von Ökostrom-Anbietern beziehen.
  • wann immer möglich das Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel benutzen, aber ein Flugzeug nur in dringenden Fällen. Bei Freizeit und Urlaub wollen wir statt auf Entfernung und Exotik auf Sozial- und Naturverträglichkeit achten und Schönheiten zuerst im Nahbereich entdecken. Langsameres Reisen lässt uns mehr erleben und schadet der Mitwelt weniger.
  • beim Bauen und Renovieren möglichst nur baubiologische Materialien und kein Tropenholz ohne ökologisches Siegel verwenden, da wir sonst unserer Gesundheit und der Mitwelt schaden.
  • für eine gesunde Lebensweise und vollwertige, weitgehend vegetarische Ernährung sorgen. Bei Krankheit können wir uns an alternativen Heilverfahren orientieren und, soweit möglich, solche Medikamente benutzen, die nicht an Tieren getestet wurden.

Um uns wohl zu fühlen, brauchen wir nicht besonders viele und vielerlei Güter und Dienstleistungen, sondern Gute.

 
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