Die Natur ist seit Jahrmillionen das vollkommenste globale Netzwerk. Jetzt ziehen wir Menschen mit unserer höchst fragwürdigen Globalisierung nach und zerstören dabei die natürlichen Grundlagen unserer Existenz. Die Qualität zukünftigen Lebens und Wirtschaftens in einer nach menschlichen Kriterien globalisierten Welt, wird wesentlich davon abhängen, wie gesund wir die Natur erhalten, deren Teil wir sind.
Die Zukunft der Amazonasindianer liegt im Wald. Sie möchten mit ihrem Wald und ihrer Kultur zeitgemäß leben. Dazu müssen die Existenzgrundlagen in den Dörfern in allen Bereichen modifiziert und verbessert werden.

Die frühere Lebensweise als Jäger, Sammler und Fischer hat keine Zukunft. Durch Sesshaftigkeit und starken Bevölkerungszuwachs einerseits und fehlende Ausbildung und die Einflüsse der Zivilisation andererseits, sind die Waldindianer zu einem Umlernen gezwungen, wenn sie nicht samt ihrem Wald ausradiert werden wollen. Die natürlichen Ressourcen im Einzugsbereich der Dörfer sind weitgehend ausgeplündert, große Waldgebiete wurden durch unrentable Rinderhaltung zerstört, und in Straßennähe ist der Wald an Holzgesellschaften verkauft – ohne dass der geringe Erlös den Indios auch nur kurzfristig genützt hätte.
Diese aktuelle Situation ist vielen Indioführern bewusst. Deshalb baten sie AMAZONICA um Unterstützung und Beratung bei ihrem Kraftakt zum Überleben.
Die Einzelprojekte von AMAZONICA beziehen sich auf die notwendigen Maßnahmen. Sie wurden im AMAZONICA-Pilotprojekt (2002 – 2007) in Mustergemeinden bei drei Indiovölkern erarbeitet und erprobt. Jetzt steht das ausgereifte „Modell für zukünftiges Leben und Arbeiten im Wald“ zur Verfügung. AMAZONICA bietet möglichst vielen neuen Dörfern Ausbildung und Hilfestellung bei der Umsetzung der Maßnahmen an. Im Jahr 2008 meldeten sich über 140 interessierte Gemeinden!
Die Voraussetzungen für den nachhaltigen Erfolg der Projekte seitens der Zielgruppe sind:
* Vision
* klare Definition der Etappenziele
* Entschlossenheit und persönlicher Arbeitseinsatz
* permanente, kritische und regulierende Auseinandersetzung mit diesem Prozess
Trendsetter inmitten des Regenwaldes:
AMAZONICA-Akademie bietet Wissenschaftstouristen erstklassigen Service
München, Juni 2010 – Die AMAZONICA-Akademie ist längst kein Geheimtipp mehr, aber immer noch einzigartig mit ihrem Angebot. Seit einem Jahr erforschen und erleben internationale Wissenschaftler und Studenten hautnah das letzte intakte Waldökosystem inmitten des ecuadorianischen Regenwaldes. Tatkräftig unterstützen angehende Holzbauingenieure und Architekten, Studenten der Wassermechanik, Geoinformation, Biologie und Tourismusstudenten die indigene Urbevölkerung beim Ausbau der Urwalduniversität. Zusammen planen sie an den beiden Akademiestandorten Hängebrücken, Wasserversorgung, Stromerzeugung aus Wasserturbinen, Bauen mit Bambus und auch Themenpfade. Ihr gemeinsames Ziel: „Der Schutz und Erhalt des größten Regenwaldes und Süßwasserspeichers der Erde im Amazonasbecken“. Als „Wissenschaftstouristen“ bescheren die Gäste aus aller Welt den Indios in ihrem traditionellen Lebensraum eine Einnahmequelle, die weder ihre Lebensweise noch die Natur bedroht. Im Gegenzug sind die Waldbewohner darum bemüht, es ihren Besuchern an nichts fehlen zu lassen. An der ecuadorianischen Universität in Cuenca hat sich jetzt sogar ein erstes Team aus mehreren Dörfern zu Fachkräften im Hotel- und Gaststättengewerbe ausbilden lassen – eine weitere Initiative der Stiftung AMAZONICA.
Um die Gäste der AMAZONICA-Akademie künftig perfekt bewirten zu können, haben sich neun junge Männer und Frauen aus der indigenen Urbevölkerung an der Universität in Cuenca zu Hotel- und Gaststättenfachkräften ausbilden lassen. Neben Küchen- und Zimmerdienst, Englischunterricht, Buchhaltung und Verwaltung standen mit Hygiene und Lagerhaltung auch jene Themen auf dem Programm, die an die Betreiber einer „Urwalduniversität“ ganz besondere Anforderungen stellen. Die „AMAZONICA-Akademie“ ist ganz bewusst abseits jeglicher Zivilisation und jenseits des Straßennetzes inmitten des Regenwaldes angesiedelt und liegt den Dorfbewohnern an beiden Standorten, in Sharamentsa und Yuwientsa, gleichermaßen am Herzen.
Seit Jahrzehnten schon leistet AMAZONICA unter der Leitung der ehemaligen Verlegerin Mascha Kauka in Ecuador die erfolgreichste Entwicklungshilfe des Landes. Ihrem unermüdlichen Bemühen, den Regenwald samt seiner lebenswichtigen Funktionen für die Menschheit mithilfe der Waldindianer zu erhalten, ist auch die Gründung der Akademie zu verdanken. Sie lädt die Jugend der Welt und ihre Lehrmeister dorthin ein, um den Kreis der Mitstreiter für den Erhalt des letzten intakten Waldökosystems der Erde zu vergrößern – und hat Erfolg damit. Das Engagement und die Motivation der Studenten und Dozenten sind überwältigend und die Zusammenarbeit mit der indigenen Urbevölkerung des Regenwaldes von Neugier aufeinander und gegenseitiger Achtung geprägt. Die Gründerin der AMAZONICA-Akademie hofft daher, dem „Campus AMAZONICA“ möglichst bald mithilfe von Spendengeldern auch ein gebührendes, landestypisches und akademisches Gesicht geben zu können. Für Baumaßnahmen und Infrastruktur fehlt es noch an den nötigen Mitteln.
Der Campus AMAZONICA begeistert Wissenschaftler und Studenten
Die AMAZONICA-Akademie im ecuadorianischen Regenwald hat es geschafft: Seit Mai 2009 brechen regelmäßig deutsche Studenten zu ihrer abenteuerlichen Reise Richtung "Campus AMAZONICA" auf, um mitten im Primärwald ihre Praktika zu absolvieren. Architekten, Geologen, Biologen und Tourismusstudenten sind von den einmaligen Forschungsbedingungen gleicherma ßen fasziniert. Den indigenen Bewohnern der beiden Akademie-Standorte bescheren die "Wissenschaftstouristen" nicht nur eine sichere Einnahmequelle, sondern auch tatkräftige Unterstützung bei der Erhaltung des größten Süßwasserspeichers der Erde.
Seit Jahrzehnten leistet AMAZONICA unter der Leitung von Mascha Kauka in Ecuador die erfolgreichste Entwicklungshilfe des Landes. In ihrem unermüdlichen Bestreben, den Regenwald – mithilfe der Waldindianer – für die gesamte Menschheit zu erhalten, ist es ihr gelungen, mit mehreren Indio-Völkern bereits sinnvolle Modelle für ein künftiges Leben im Wald und für den Wald selbst zu entwickeln.
Die AMAZONICA-Akademie wendet sich nun auch an die Jugend der Welt und vermittelt Studenten und internationalen Wissenschaftlern hautnah die Bedeutung des letzten intakten Waldökosystems unserer Erde. Damit will sie den Kreis der Mitstreiter um dessen Erhalt vergrößern. Seit Mai 2009 sind Studentengruppen der Hochschulen München und Weihenstephan mit verschiedenen Forschungsprojekten vor Ort gewesen. Im Frühjahr 2010 kann die AMAZONICA-Akademie auch Besucher der Technischen Universität München begrüßen.
Konzentriert sich das rege wissenschaftliche Treiben bislang vorwiegend auf Sharamentsa, inmitten des Urwalds am Rio Pastaza gelegen, soll jetzt auch am zweiten Akademiestandort, in Yuwientsa, ein Akademiekomplex entstehen, der die traditionelle Bauweise der Waldbewohner und die speziellen Erfordernisse eines Wissenschaftsbetriebes harmonisch vereint.
Die Infrastruktur für den Betrieb der Akademie wurde bereits geschaffen: Ackerbau und Kleintierhaltung sichern die Verpflegung der Akademiegemeinschaft; die architektonische AMAZONICA . Pressemitteilung 05/2009. Seite 2 / 2 Planung der Gebäudekomplexe steht. Die Baumaßnahmen aber konnten noch längst nicht alle umgesetzt werden, weil die Kosten für die AMAZONICA-Akademie bei weitem nicht gedeckt sind. Finanzielle Unterstützung ist daher notwendig und willkommen. Das Einwerben von Spendengeldern ist also die nächste Herausforderung, der sich Mascha Kauka stellt, um der AMAZONICA-Akademie nach deren hoffnungsvollem Start auch eine erfolgreiche Zukunft bescheren zu können.
Link Tipp:
Hintergrundartikel > spiegel online
ZDFmediathek - Kampf-um-den-Regenwald
Beitrag auf www.3sat.de
www.rainforestfoundation.org
www.amazonica.org
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