Das ungebrochene, solide Wachstum der Naturkosmetik - im Gegensatz zur allgemeinen wirtschaftlichen Lage - erklärt die anerkannte Naturkosmetik-Expertin Elfriede Dambacher wie folgt:
"Generell ist Green Consuming kein kurzfristiger Trend, sondern spiegelt den Wertewandel in der Gesellschaft wider. Naturkosmetik verbucht weiterhin gute Zuwächse, denn in wirtschaftlich unsicheren Zeiten zählen Qualität und Glaubwürdigkeit besonders. Naturkosmetik erreicht täglich neue Verbraucher."
Auch die Tagespresse hat die Bedeutung des Themas erkannt, so schreibt Sophie Laufer vom Hamburger Abendblatt unter der Überschrift Naturkosmetik wächst gegen den Trend:
"Internationale Stars haben Naturkosmetik endgültig salonfähig gemacht. Seit bekannt ist, dass Julia Roberts, Madonna, Cher oder Kate Moss auf Marken wie Dr. Hauschka oder andere schwören, erlebt die Sparte einen Aufschwung, der selbst von der Wirtschaftskrise bisher nicht gebremst werden konnte."
Wer Naturkosmetik kauft, der erwartet zu Recht Qualität, biologische Bestandteile, eine umweltschonende Herstellung und die Berücksichtigung des Tier- und Artenschutzes. Doch wie erkennt man bei der Fülle des Angebotes, welches Produkt hält was es verspricht?
Kontrollierte Naturkosmetik gemäß BDIH-Standard verzichtet bewusst auf organisch-synthetische Farb-, sowie synthetische Duftstoffe, ethoxilierte Rohstoffe, Silikone, Paraffine und andere Erdölprodukte. Die Umwandlung der Rohstoffe zu kosmetischen Erzeugnissen erfolgt schonend mit physikalischen sowie wenigen chemischen Prozessen. Die meisten Rohstoffe entstammen dem Pflanzenreich, mit einigen Ergänzungen mineralischen und tierischen Ursprungs. Durch die überwiegende Verwendung von Rohstoffen aus kontrolliert biologischem Anbau unterstreichen die Kosmetikhersteller ihren aktiven Einsatz gegen Gentechnologie. Ziel ist der Erhalt natürlicher Lebensgrundlagen durch umweltschonende Herstellungsverfahren, gute Abbaubarkeit von Rohstoffen und Fertigprodukten sowie die Verwendung sparsamer, umweltverträglicher Verpackungen. Fairer Handel und die Verwendung von Rohstoffen aus ökologischen Projekten fördert zudem die soziale Verträglichkeit.
Die mit BDIH-Standard gekennzeichneten Produkte unterliegen einer unabhängigen und fortlaufenden Kontrolle. Damit wird die weltweite Einhaltung der Kriterien sichergestellt. Hinsichtlich der Bewerbung haben sich die Hersteller zur Einhaltung eindeutiger Regeln verpflichtet, die verlässliche Angaben garantieren und der Sicherung eines fairen Wettbewerbs dienen. Ein Produkt kann das Prüfzeichen zudem nur tragen, wenn mindestens 60 % aller Produkte der dazugehörigen Marke den BDIH-Standard erfüllen.
Das BDIH-Prüfzeichen für kontrollierte Naturkosmetik stellt seit fast einem Jahrzehnt eine vertraute Konstante im immer größer werdenden Angebot an natürlichen, pflanzlichen und biologischen Kosmetika dar. Eingeführt wurde es im Februar 2001 durch den BDIH in enger Zusammenarbeit mit namhaften Naturkosmetikherstellern. Das Prüfzeichen garantiert dem Verbraucher, dass zur Herstellung der zertifizierten Produkte ausschließlich Rohstoffe eingesetzt werden, die den strengen Vorgaben, dem sogenannten „BDIH-Standard“, entsprechen. Unabhängige Kontrollinstitute prüfen die angemeldeten Naturkosmetikprodukte auf ihre Inhaltsstoffe und Zusammensetzung. Nur Erzeugnisse, die den strengen Kriterien entsprechen, dürfen das Prüfzeichen „BDIH-Standard“ für kontrollierte Naturkosmetik tragen. Seit der offiziellen Einführung im Frühjahr 2001 wurden bis heute rund 5.000 Produkte kontrolliert. Eine regelmäßige Prüfung der Produkte gewährleistet, dass der Verbraucher in punkto Natürlichkeit auch wirklich das bekommt, was er erwartet: Echte Naturkosmetik – im Einklang mit Mensch und Natur!
Um den Naturkosmetikstandard und das bekannte Prüfzeichen auch international noch effektiver zu verankern, hat der BDIH die International Organic and Natural Cosmetics Corporation (IONC GmbH) gegründet. Ihre Aufgabe ist es, die weltweite Kontrolle von kosmetischen Mitteln nach BDIH-Standard zu organisieren. Das BDIH Label für kontrollierte Naturkosmetik steht damit als unverwechselbares Zeichen auch in einer einheitlichen englischsprachigen Version der IONC zur weltweiten Verwendung zur Verfügung. Der BDIH ist jedoch nach wie vor alleiniger Inhaber des BDIH-Standards sowie des Prüfzeichens.
http://www.ionc.info
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